Die Halbinsel Crozon
„Wenn Gott einen Ort vor Augen gehabt hat, als er die Welt schuf .......er muss hier irgendwo in der Bretagne sein."
Die Halbinsel Crozon liegt im Finistère (bretonisch Pen-ar-Bed"das Ende der Welt" ), dem westlichsten Teil der Bretagne zwischen der Rade de Brest und der Bucht von Douarnenez. Man könnte sie auch "Bretagne en miniature" nennen, da sie vieles auf kleinem Raum vereint, was zum Schönsten und Typischsten der Bretagne zählt: schroffe Klippenküsten mit starker Brandung und atemberaubenden Ausblick, in Felsen eingebettete Sandbuchten, liebliche Heidelandschaften, kleine charmante Dörfchen, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Die Halbinsel Crozon gehört zum Parc naturel régional d' Armorique, dem einzigen Regionalpark der Bretagne.
In verschiedene Himmelsrichtungen ragen die Felsenkaps Pointe des Espagnols, Pointe de Pen-Hir, Pointe de Dinan sowie Cap de la Chèvre, von denen sich herrliche Panoramablicke ergeben. An der Pointe de Dinan haben Wind und Wellen in Laufe von Tausenden von Jahren einen Felsenbogen geformt. Wunderschöne Felsformationen - zum Teil durchbrochen - wechseln sich ab mit herrlichen Farbspielen im Wasser. Von der Pointe de Dinan hat man einen wunderbaren Ausblick auf zwei andere Caps der Halbinsel Crozon, der Pointe de Pen Hir und dem Cap de La Chèvre sowie auf Cap Sizun mit der Pointe du Van.
Die Pointe de Penhir (bretonisch Beg Penn Hir) ist ein felsiges Capan der Nord-West-Küste der Halbinsel Crozon., bei Camaret-sur-Mer. Die Felsen sind dermaßen schroff, dass dort Alpinisten das Bergsteigen üben.Im Vorfeld liegen „Les Tas de Pois“, die Erbseninseln. Der Ausblick auf den Ozean ist berauschend schön. . Am Weg von Camaret zum Pen Hir liegen die Alignement von Lagat-Jar, wo fast 150 Menhire aus weißem Quarzit aufgestellt wurden.
Das Cap de La Chèvre ist eine Landzunge am südlichen Ende der Halbinsel. Es bietet wunderbare Ausblicke über die Baie de Douarnenez hinweg auf Cap Sizun.
Große Heideflächen, von Ginster und Geissblatt unterbrochen, laden zum Wandern auf dem Küstenwanderweg an den malerischen Klippen entlang ein. Von Eidechsen bewohnte Bruchsteinmauern sichern loses Gestein und Geröll. Durch die stark wechselnden Wassertiefen und die Untergründe, ein Gemisch aus Sand und Fels, ergeben sich herrliche Farbspiele im Wasser. Die Nähe des Golfstromes lässt in geschützten Buchten eine beinahe mediterrane Flora entstehen.
Am Fuß der Halbinsel, an deren Spitze das Cap liegt, befindet sich das Seebad Morgat, die Grotten von Morgat und der Hauptort Crozon.
Crozon liegt inmitten der gleichnamigen Halbinsel und bildet das Geschäftsszentrum . Hier finden Sie gut sortierte Geschäfte sowie Supermärkte, Bäcker und Metzger , kleine Boutiquen und Restaurants rund um den Kirchplatz. In der Hauptsaison gibt es eine reiche Auswahl an Meeresfrüchten, Obst und Gemüse der Saison auf dem Markt vor der Kirche. Besonders empfehlenswert ist der Bio-Stand und die kleinen Fischstände der Fischerfrauen, die morgens den nächtlichen Fang ihrer Männer verkaufen. Frischer geht es nicht ! Jeden Mittwoch gibt es einen grossen Markt, wo man von Geschirr bis Obst alles kaufen kann. Hier lösen sich Morgat und Crozon in der Hauptsaison jede Woche ab.
Morgat war einst ein kleiner Sardinenhafen, seine wunderbare Lage wurde 1883 von dem Industriellen Peugeot entdeckt, er kümmerte sich um die touristische Entwickung zu einem Seebad. Heute kann man vor allem am Boulevard de La Plage die alten Villen der reichen Pariser Familien bewundern, die der Familie Peugeot nachgefolgt sind.
Der Küstenbereich um Morgat ist bekannt für die Gesteinsformationen und die Grotten. Sei werden unterteilt in die "Kleinen" und "Grossen". Erstere liegen im Norden des Strandes, an der Grenze zum Strand Portzic. Ganz bequem erreicht man sie zu Fuss - allerdigs nur bei Ebbe. Die wesentlich schöneren sind jedoch die grossen Grotten. Sie liegen im Süden, jenseits der mit Kiefern überzogenen Landzunge Beg ar Gador, die wie eine Sichel ins Meer reicht und den Strand nach Süden hin abtrennt. Eine Besichtigung ist nur mit dem Boot möglich. Vom Hafen fahren täglich Ausflugsboote die schönsten Grotten an. Als die schönste gilt "La Grotte de L'Autel" ( Altargrotte ), mit einer Bogenöffnung von über 10 Metern.
Morgat hat einen schönen Yachthafen. Hier bietet die ansässige Surf- und Segelschule Anfängerkurse an. Auch für Kinder kann man Surf-, Segel- und Kajak- Kurse buchen.
Für Bade-, Segel-, Surf- und Tauchbegeisterte also der ideale Ort für einen Ferienaufenthalt.
Geht man die Mole ein Stück hinaus, bietet sich eine herrliche Übersicht über die Bucht und bei guter Sicht bis hin zum Gipfel des 330 Meter hohen Menez Hom, im Osten
Camaret liegt an der äussersten Spitze der Halbinsel Crozon, umgeben von 4 schönen Stränden, 3 Landspitzen , grossen Dünen und Steilküsten . Das Städtchen war einst Frankreichs Langustenfischerhafen Nummer 1. Das heutige Camaret besitzt zwar noch einen Fischereihafen, im Vordergrund steht jedoch der moderne Yachthafen. Parallel zum "Quai Gustave Toudouze" befinden sich auf einer Länge von etwa einem Kilometer Bars, Restaurantsund Hotels. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang einlang der Hafenmole. Alte abgewrackte Thunfisch-Fangboote schmücken das Hafenbecken. Sehenswert am Ende des Hafen ist der Turm von Vauban Wassersportfans sind hier genau richtig. Es gibt vor Ort eine Tauch- und Segelschule.
In den letzten Jahren hat sich Camaret auch zu einem Künstlerstâdtchen entwickelt. Es gibt zahlreiche schöne Galerien in der kleinen verwinkelten Strassen.
Vom Hafen in Camaret aus können Sie per Boot die drei wunderschönen wilden Atlantikinseln Ouessant, Molène und Sein erreichen.